Chemnitzer Geschichtsverein e.V. 1990
 

Willkommen auf unserer Webseite

Wir freuen uns, dass Sie den Weg auf unsere Seiten gefunden haben. Wir möchten Ihnen unsere Projekte und Arbeitsgruppen näher vorstellen und Sie über unsere Angebote und Veranstaltungen informieren. Des weiteren möchten wir Ihnen einen Überblick über unsere Publikationen und deren Bezugsmöglichkeiten geben. Vielleicht haben wir ja Ihr Interesse geweckt und Sie möchten noch mehr über uns erfahren. Bitte kontaktieren Sie uns.


Liebe Geschichtsinteressierte,
wir sagen alle Veranstaltungen bis zur Sommerpause ab. Soweit möglich, sollen alle geplanten Veranstaltungen nachgeholt werden, Sie können sich also auf die Zeit "danach" freuen!




Ein herzliches Dankeschön an die Freie Presse, die diesen Aufruf, versehen mit einem Bild mit Barbara und Frieder Jentsch, in der letzten Woche veröffentlicht hat. Erste schreibwillige Zeitzeugen haben sich bereits gemeldet. Ein schöner Erfolg! Weitere Interessenten sind noch willkommen!

Aufruf zu Schreiben für das Heft 5 „Chemnitzer Schicksale“

des Chemnitzer Geschichtsvereins e.V.

Es werden Zeitzeugen gesucht, die über ihre Geschichte schreiben können. Hier geht es konkret um die Geschichte in Chemnitz / Karl-Marx-Stadt nach dem 2. Weltkrieg bis heute. Wir denken, dass es ein großes Bedürfnis in der Stadt gibt, über die eigenen Erlebnisse zu berichten, und dass auch viele Menschen diese Geschichten lesen möchten. Im Folgenden der Aufruf von Dr. Frieder Jentsch, der die Geschichten koordiniert und federführend in der Redaktion dieses Projekt betreut:

Ein Staat, wie immer er auch geprägt ist, welchen Charakter er trägt, welche Ziele und Werte er verfolgt, ist immer eine Gemeinschaft von Menschen, die durch ihre Existenz, ihr Tun und Handeln, ihre Ansichten und Meinungen das Leben und damit die Geschichte des Staates mitbestimmen. Jeder Bürger trägt somit zur Entwicklung der Gesellschaft in unterschiedlichem Maße und in verschiedenen Richtungen bei, reflektiert das Geschehen und verändert sich dabei selbst. Unterschiedlichste persönliche Erlebnisse und Schlüsselsituationen der einzelnen Menschen werden gewissermaßen zu Bausteinen der Entwicklung.

Diese Bausteine aufzuspüren, zu dokumentieren und damit als Mosaiksteine der Realität zu erhalten, hat sich auch der Chemnitzer Geschichtsverein als eine Aufgabe gestellt. Zugegeben, das ist eine Mammutaufgabe. Aber gerade die heutige Generation hat so viele gesellschaftliche Umbrüche und Ereignisse miterlebt, die es wert sind, aus persönlicher Sicht beschrieben zu werden: Seit dem Zweiten Weltkrieg ist ein Dreiviertel Jahrhundert vergangen. Die Nachkriegszeit, danach der in vielem zu spürende Kalte Krieg zwischen den Wirtschaftssystemen, Visionen über Sozialismus und Kommunismus, nicht zuletzt die Wende hierzulande und ein Besinnen darauf, auf welche Erfahrungen wir bauen können bis dahin, wie wir mit unserem Daseinsort Erde weiter umgehen. 

Der Chemnitzer Geschichtsverein beteiligt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an dieser Art der Aufarbeitung der Geschichte und veröffentlicht Beiträge und Erinnerungen in seiner Reihe „Chemnitzer Schicksale“. Vier Hefte sind bereits erschienen, nun ist ein fünftes in Vorbereitung. Bisher wurde hauptsächlich Chemnitz bis zum Ende des 2. Weltkrieges beschrieben. In den Beiträgen enthalten sind ergreifende Berichte von der Zerstörung der Stadt durch Fliegerbomben und Artillerieangriffe. Seitdem ist jedoch im Durchschnitt gesehen ein ganzes Menschenleben vergangen, mehrere Generationen sind mit Hoffnungen und Wünschen, erfolgreich oder auch weniger, aufgewachsen. Die Menschen hatten ihre eigenen Erlebnisse, darunter eben auch solche, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden, um sie einfach für kommende Generationen nachvollziehbar und erlebbar zu haben. Man kann wahrhaftig nicht sagen, dass diese Zeit erlebnisarm war, gerade bei denen, die einfach halfen, das Land nach dem Krieg mit ihrer Hände Arbeit zu bereichern, es einfach besser zu machen. Nicht alles ist gelungen, manches ist schiefgelaufen, aber es gab auch keine Gebrauchsanweisung dafür, wie eine neue Gesellschaft aufgebaut werden könnte. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es auch in der Gesellschaft viele Grautöne und Farbtupfer.

Um dies ein wenig für die Nachwelt zu relativieren, suchen wir Mitstreiter. Auch das Heft 5 unserer „Schicksale“ soll mit Leben erfüllt sein. Die Beiträge sollten wahrheitsgetreu geschrieben sein und wenn es sein muss, auch mit den missliebigen Erlebnissen, wo und wann auch immer sie zutage traten. Nach wie vor gilt der Satz: Aus Fehlern lernt man das meiste.

Wir orientieren je Beitrag auf etwa sechs Textseiten. Es können auch mehr oder auch weniger sein. Wenn möglich, sollte der Beitrag in digitaler Form geschrieben sein, aber auch andersabgefassten Texte in Maschinen- oder Handschrift nehmen wir gern entgegen. Bilder sind uns willkommen.

Auch unter unseren Mitgliedern oder Freunden gibt es sicher viele, die interessante Erlebnisse aus dem 20. Jahrhundert zu berichten haben. Es geht um persönlich Erfahrenes, das typisch für eine Zeit, für politische oder gesellschaftliche Verhältnisse stehen kann. Gern steht Ihnen Herr Jentsch auch für ein Gespräch über das Projekt zur Verfügung. Wir haben bereits interessante Beiträge bekommen, suchen aber noch mehr.

Ansprechpartner:

Dr. Frieder Jentsch

Mitglied des Vorstandes
Am Rosenhag 28

09114 Chemnitz
Tel. 0371 3301274

Mail: frieder.jentsch@t-online.de


 

Die Ausfahrt wurde auf Grund der aktuellen Gesundheitsgefährdungen auf Herbst verschoben. Der neue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Noch freie Plätze zur Exkursion am Sonnabend, 04.04.2020:

"Schloss Hubertusburg und das sächsische Archivwesen"

Gemeinsame Veranstaltung von Chemnitzer Geschichtsverein e.V. und Schloßbergmuseum Chemnitz

Die von den Vereinsmitgliedern gewünschte Exkursion hat die imposante Schlossanlage Hubertusburg im Wermsdorfer Forst in der Umgebung der Stadt Oschatz zum Ziel. Wir erhalten eine Schlossführung durch die rekonstruierten Räume einschließlich der Schlosskapelle aus dem 18. Jahrhundert. Besonders interessant wird der Besuch der Restaurierungsstelle des Sächsischen Staatsarchives Archivzentrum Hubertusburgsein, die sich heute ebenfalls dort befindet. Ein Spaziergang durch den Park zum alten Jagdschloss rundet die Besichtigung ab. Es besteht auch die Möglichkeit zum Mittagessen.

 Konzeption und Leitung: Archivrätin Gabriele Viertel und Andrea Kramarczyk

 Treffpunkt: 9:00 Uhr, Bushaltestelle Zschopauer Str./ Moritzstr., Ende gegen 18:00 Uhr

Anmeldungen bis zum 10. März 2020 an andrea.kramarczyk(at)stadt-chemnitz.de sowie über das Sekretariat im Schloßbergmuseum Andreas Schüttoff 0371/488 4501.

Teilnahmebeitrag: 30 €, Vorkasse bzw. verbindliche Buchungen über die Geschäftsstelle des Geschichtsvereines erwünscht.

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 Foto: Hauptfassade Schloss Hubertusburg, Foto: Frieder Jentsch


Nächste Termine

Alle Veranstaltungen des Geschichtsvereins bis zur Sommerpause wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt!

Wir bemühens uns darum, alle Veranstaltungen nachzuholen, wenn die Krise überwunden ist. Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.




Zum Tod von Wolfgang Bausch

Am 9.Dezember 2019 (wenige Tage vor seinem 85. Geburtstag) verstarb unser Ehrenmitglied Bausch. Als Mitbegründer des neuen Chemnitzer Geschichtsvereins (1990) und Autor vieler historischer Beiträge zur Stadtgeschichte hat er sich einen beachteten und anerkannten Ruf als Historiker der Stadt erarbeitet. Seine gesellschaftlichen Aktivitäten äußerten sich in der Mitarbeit bei vielen Publikationen zur Stadtgeschichte und im Vortragswesen der unterschiedlichsten Vereine und Organisationen. Nachdem er seit 2015 im Altenpflegeheim des ASB "am Goetheplatz" seine letzte Wohnung hatte, beteiligte er sich sehr aktiv an den Recherchen zum Vorgänger des aktuellen Heimes: der "Zimmermannschen Naturheilanstalt". Unter seiner Konzeption ist eine umfangreiche Dokumentation des Objektes bis zur Gegenwart entstanden. Darüber hinaus hielt er für die Heimbewohner Vorträge zur Stadtgeschichte und verfasste für die monatlichen Heiminformationen interessante Beiträge.


Trotz schwerer gesundheitlicher Probleme war er bis zu seinem Ableben politisch und gesellschaftlich interessiert und engagiert. Unvergessen sind ebenfalls seine umfangreichen Recherchen zur Geschichte der Chemnitzer Luftfahrt, die in vielen Artikeln der Presse wiedergegeben wurden. Erst im Herbst übergab er dem Chemnitzer Geschichtsverein zwei Aufsätze zur Rolle Chemnitzer jüdischer Frontsoldaten während des Ersten Weltkrieges und zur Rolle eines Zwangsarbeitslagers an der Blankenauer Straße nach 1945.

Wir verlieren mit Wolfgang Bausch einen Kenner der Chemnitzer Stadtgeschichte und bedeutendes Vereinsmitglied. Er wird uns fehlen.

Jürgen Eichhorn

 




Rückschau

Vorstellung des neuen 81. Jahrbuches des Geschichtsvereins zum Thema Migration:

"Wahlheimat Chemnitz - Migration als historisches Phänomen"

 



Am Dienstag, 17. September 2019, wird ab 17 Uhr im Foyer des Museums für Archäologie Chemnitz, Stefan-Heym-Platz 1 das neue Jahrbuch des Geschichtsvereins zumThema Migration vorgestellt. Herausgeber ist der Chemnitzer Geschichtsverein e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Chemnitz. Mit kurzen Redebeiträgen und Lesungen bekommen die Gäste einen kleinen Einblick in den Inhalt des Werkes. Wir freuen uns auf viele interessierte Gäste!


 

Führungen und Vortrag zu Ausgrabungen in der Innenstadt

Am 15.07.2019 hatten wir die Gelegenheit zu einer Führung über das Ausgrabungsfeld am Getreidemarkt/ Ecke Lohstraße. Sachkundige Begleiter hierfür waren Dr. Christiane Hemker, Referatsleiterin am Landesamt für Archäologie und Petra Schug M.A., vom Landesamt für Archäologie. Sie führten uns über das ca. 5.000m² große Grabungsfeld und erläuterten auch den einen oder anderen Fund. Diese Ausgrabungen haben nicht nur Schutt von zerstörten Häusern aus dem 2. Weltkrieg zu Tage gefördert, sondern Erkenntnisse und Befunde aus der Anfangszeit der Stadtgründung ergeben. Einen kleinen Einblick geben die Fotos, die bei der Führung entstanden sind.
Weitere, abschließende Führungen zum Grabungsfeld werden am 20.08.2019 10 und 15 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist wieder am Bauzauntor Ecke Lohstraße/Kirchgässchen. Bitte an festes Schuhwerk denken!
Ergänzt werden diese Führungen durch eine gemeinsame   Veranstaltung mit dem smac mit dem Vortrag: „Erste Ergebnisse der neuen Ausgrabungen im Stadtkern von Chemnitz“ mit Susanne Schöne M.A., Petra Schug M.A., Landesamt für ArchäologieDonnerstag, am 12.09.2019, 18 Uhr. Wir freuen uns über viele interessierte Gäste!


Zum Tod von Wolfgang Weidlich

Am 7. Juni diesen Jahres verstarb unser Ehrenmitglied Herr Wolfgang Weidlich.Sein Name ist mit unserem Verein fast seit dessen Neugründung verbunden, vor allem der nach ihm benannte Preis für Nachwuchshistoriker entfaltete große Außenwirkung.

Geboren wurde Wolfgang Weidlicham 22.Juli 1928 in Chemnitz, hier verbrachte er Kindheit und Jugend. Nach Kriegsende absolvierte er in Leipzig und Berlin eine Ausbildung zum Buchhändler, anschließend übernahm er 21jährig die Leitung einer Buchhandlung in der Stadt Frankenberg. 1951 verlegte er seinen Wohnsitz nach Frankfurt am Main.

Nach Arbeit im Buchhandel wagte er 1954 den Schritt in die Selbständigkeit, in dem er einen Verlag und Antiquariat aufbaute, dabei erhielt er tatkräftige Unterstützung von seiner Gattin Brigitte.

1989 führte ihn sein Weg zurück in die alte Heimat, aber nicht um nur zu schauen, sondern die gesellschaftlichen Veränderungen aktiv zu unterstützen. 1992 gründete er den Verein „Stadtbibliothek Chemnitz“. 1994 wurde er Mitglied im Chemnitzer Geschichtsverein.1995 stellte Herr Wolfgang Weidlich erstmals dem Geschichtsverein einen Geldbetrag für Arbeiten von Schülern und Studenten zur Geschichte von Chemnitz und Umgebung zur Verfügung. Somit war es möglich, Schüler und Studenten für die Erforschung der Chemnitzer Geschichte zu begeistern. Der mit seinem Namen verbundene Preis konnte von 1996 bis 2017 zehnmal vergeben werden.

Wir werden Herrn Wolfgang Weidlich in ehrendem Gedenken behalten. Sein langfristiges bürgerschaftliches Engagement ist auch für die Zukunft vorbildhaft.


Wolfgang Weidlich 2015 bei der Verleihung des nach ihm benannten Preises im Rathaus

 


Sommerfest 2019 in Altendorf mit einigen Bildimpressionen

Eine erfolgreiche und sehr angenehme Veranstaltung fand am 16.06.2019 statt - unser 27. Sommerfest. Dieses mal hatte wir uns Altendorf auserkoren. Start war vor der Blindenschule, danach folgten sehr schöne Ausführungen zur Geschichte und Architektur des Geländes in der Kirche der Blindenschule. Ca. 100 interessierte Zuhörer verfolgten die Ausführungen von Martina Wutzler (Architektin und Gästeführerin) und Michael Theiss (Schulleiter der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Förderzentrum Chemnitz). Das folgende Kaffeetrinken wurde von Auszubildenden des Co-Werkes hervorragend unterstützt. Kurze Beiträge u.a. von Frieder Jentsch rundeten diesen Tagesordnungspunkt ab. Die folgende Wanderung von der Blindeneinrichtung in Richtung Matthäuskirche wurde von verschiedenen Mitgliedern des Geschichtsvereins inhaltlich unterstützt und gestaltet (Andrea Kramarczyk, Martina Wutzler, Frieder Jentsch, Regina Doerffel, Karin Meisel). Nach einer kleinen Stärkung konnten wir auch in diesem Jahr einem wunderbaren Konzert des Convivium Musicum Chemnicense lauschen. Vielen Dank an alle Beteiligten!

 


Wolfgang Uhlmann mit Eintrag ins Goldene Buch geehrt

Der langjährige Vorsitzende des Chemnitzer Geschichtsvereins, Dr. Wolfgang Uhlmann, wurde am Gründonnerstag mit der Eintragung im Goldenen Buch der Stadt geehrt. Die Ehrung wurde anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins im Stadtverordneten-saal durch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig vorgenommen. Sie würdigte den Jubilar als besten Kenner der Chemnitzer Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, der sein Wissen immer in den Dienst der Chemnitzerinnen und Chemnitzer gestellt habe.

Foto: Karin Meisel

Wolfgang Uhlmann wurde 1938 in Dresden geboren, absolvierte von 1962-67 ein Lehrerstudium für Geschichte und Deutsch und arbeitet anschließend bis 1991 u.a. an der TH/ TU Karl-Marx-Stadt. 1988 erfolgte die Promotion zum Dr. phil. an der Pädagogischen Hochschule in Dresden. Von 1991-2003 beteiligte er sich maßgeblich am Aufbau des Sächsischen Industriemuseums in Chemnitz. Er stellte in über 400 Aufsätzen seine Erkenntnisse zu Biografien herausragenden Chemnitzer Persönlichkeiten und seinen Forschungen zur Industrie- und Stadtgeschichte zur Verfügung.

 Außerdem wurde in der Mitgliederversammlung der Vorstand des Vereins neugewählt. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Jens Beutmann, zu Stellvertretenden Vorsitzenden Ullrich Rasche und Klaus Reichmann gewählt. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt ab sofort Regina Hähle. Der Chemnitzer Geschichtsverein wurde 1990 neu gegründet (übrigens auch im Stadtverordnetensaal) und widmet sich der Erforschung und Vermittlung der Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile. Der Verein möchte künftig durch neue Veranstaltungsformate und mehr digitale Präsenz neue Interessenten ansprechen, wie Beutmann in seiner Rede mitteilte. Generell nehme das Interesse an der Chemnitzer Stadtgeschichte aber zu.


Unsere Geschäftsstelle ist nur noch am Dienstag besetzt.

Der Veranstaltungskalender für 2020 ist online siehe Termine...