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Erfinderkultur in Chemnitz und Region

Eine Führung mit: 

Dr. Carina Gerlach

Veranstaltungsdatum: 

31. Juli 2025 
– 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: 

Treffpunkt: Eingangsbereich Universitätsbibliothek, Str. der Nationen 33, 09111 Chemnitz

Veranstaltungsinformation:

Die Ausstellung in der Universitätsbibliothek zeigt eine Vielfalt an Erfindungen in Chemnitz und seinem Umland. Im Volksmund spricht von den „hellen Köpfen, den Tüftlern und Erfindern“ in Sachsen. Diese Innovationen stellen geistiges Eigentum dar, die rechtlichen Schutz durch Patente bedürfen. Darunter fällt zum Beispiel das Feinwaschmittel (Fewa), welches in Chemnitz erfunden wurde, aber ebenso das Farbmuster der über 300 Meter hohen Esse in Chemnitz. Auch der Bezug auf Clauss Dietel spricht die Ebene des Designs sowie die regionale Ebene an. Leicht verständlich wird das Thema durch Exponate der Spielzeugmacher aus Seiffen und unerlaubter Raubkopien. Wussten Sie eigentlich, dass Chemnitz und die damals Königliche Technische Lehranstalt bereits seit 1878 für das Patentwesen eine deutschlandweite Bedeutung hatte? Aus diesem Grund wurde die Ausstellung durch das Patentamt der Universität Chemnitz entwickelt.

Ein kleiner Rückblick auf die Veranstaltung.

Am 31. Juli folgten 16 Interessierte unserer Einladung in die Universitätsbibliothek am Schillerplatz, um den Ausführungen von Frau Dr. Carina Gerlach (Leiterin des Patentinformationszentrums Chemnitz und Kuratorin der Ausstellung) zu lauschen.

In der noch bis zum 30. September laufenden Ausstellung werden bedeutende Erfindungen der Industrieregion und Innovationen aus Chemnitz und dem Erzgebirge sowie deren schutzrechtliche Sicherung als Patent, Gebrauchsmuster, Marke und Design vorgestellt.

Frau Gerlach gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Patentwesens und die Bedeutung von Chemnitz als Wiege für die Entstehung des ersten deutschen Patentgesetzes. Insbesondere der ehemalige Bürgermeister Wilhelm André hatte gemeinsam mit Werner Siemens wesentlichen Anteil an der Schaffung der Grundlagen und Richtlinien des deutschen Patentwesens ab 1877.

Sie ging auch auf die Unterschiede bei der rechtlichen Sicherung und dem Schutz geistiger Eigentumsrechte sowie der kommerziellen Nutzung ein. Anschließend erläuterte sie die gezeigten Ausstellungstafeln und Exponate in den Vitrinen. Die Gäste konnten auch einen Blick in das interaktive Buch zur Ausstellung werfen.

Es war eine kurzweilige und interessante Führung, die mehr Gäste verdient hätte.