Zeitzeugengespräch „Musik der Freiheit – Jazz in Karl-Marx-Stadt“
Im Gespräch mit:
Harald Krause
Veranstaltungsdatum:
05. März 2026
– 18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac), Stefan-Heym-Platz 1; Café Julius
Veranstaltungsinformation:
Gast: Jürgen Tierfeld – Musik: Jan K. Weiss
Harald Krause kam 1976 der Liebe wegen nach Karl-Marx-Stadt; seine zweite Leidenschaft war der Jazz in allen seinen Spielarten. Bald organisierte er selbst Konzerte im Fuchsbau, im Stadtkeller oder im Café am Roten Turm. Immer dabei war die Stasi, denn die freiheitsliebenden Musiker aus Ost und West und ihre Fans waren der DDR-Obrigkeit ein Dorn im Auge. Ein Gespräch über Individualität, wilde Nächte, staatliche Überwachung, die Kraft der Musik und fragwürdige Kontinuitäten seit der NS-Zeit.
Veranstalter: Chemnitzer Geschichtsverein e.V.
Harald Krause kam 1976 der Liebe wegen nach Karl-Marx-Stadt; seine zweite Leidenschaft war der Jazz in allen seinen Spielarten. Bald organisierte er selbst Konzerte im Fuchsbau, im Stadtkeller oder im Café am Roten Turm. Immer dabei war die Stasi, denn die freiheitsliebenden Musiker aus Ost und West und ihre Fans waren der DDR-Obrigkeit ein Dorn im Auge. Ein Gespräch über Individualität, wilde Nächte, staatliche Überwachung, die Kraft der Musik und fragwürdige Kontinuitäten seit der NS-Zeit.
Veranstalter: Chemnitzer Geschichtsverein e.V.
Beat in Karl-Marx-Stadt
Eine außergewöhnliche Veranstaltung fand am 5. März im SMAC statt, bei der unser Vorstandsmitglied Dr. Jens Beutmann den Chemnitzer Jazzer Harald Krause als Zeitzeugen interviewte.
Mehr als 30 Teilnehmende folgten dem Gespräch im „Julius im Schocken“ zum Thema der Jazzmusiker und „Gammler“ in der DDR. In lockerer Atmosphäre wurde – begleitet durch musikalische Zwischenspiele auf der Gitarre von Jan K. Weiss – die Zeit der „wilden Musik“ in Karl-Marx-Stadt beleuchtet und wie mit non-konformen Gruppen und Szenen umgegangen wurde. Dabei wurde erinnert, wie sie sich ihre Nischen in der Stadt und im Staate suchten. Als weiterer Zeitzeuge sprach der Musiker Jürgen Thierfelder über Momente in den Karl-Marx-Städter Clubs und Sälen wie Diamant oder Einheit. Harald Krause alias „Harri Hirsch“ zitierte zudem aus den archivischen Unterlagen, die über ihn und die Musikszene erstellt und gesammelt wurden. Bis hin zu den Anfängen der Jazzmusik, die mit dem Swing begann, spannte Harald Krause den Bogen dieser Musikgeschichte auf emotionale Weise und appellierte an Interessierte, das für Chemnitz wenig aufbereitete Thema in der Forschung fortzusetzen.
Mehr als 30 Teilnehmende folgten dem Gespräch im „Julius im Schocken“ zum Thema der Jazzmusiker und „Gammler“ in der DDR. In lockerer Atmosphäre wurde – begleitet durch musikalische Zwischenspiele auf der Gitarre von Jan K. Weiss – die Zeit der „wilden Musik“ in Karl-Marx-Stadt beleuchtet und wie mit non-konformen Gruppen und Szenen umgegangen wurde. Dabei wurde erinnert, wie sie sich ihre Nischen in der Stadt und im Staate suchten. Als weiterer Zeitzeuge sprach der Musiker Jürgen Thierfelder über Momente in den Karl-Marx-Städter Clubs und Sälen wie Diamant oder Einheit. Harald Krause alias „Harri Hirsch“ zitierte zudem aus den archivischen Unterlagen, die über ihn und die Musikszene erstellt und gesammelt wurden. Bis hin zu den Anfängen der Jazzmusik, die mit dem Swing begann, spannte Harald Krause den Bogen dieser Musikgeschichte auf emotionale Weise und appellierte an Interessierte, das für Chemnitz wenig aufbereitete Thema in der Forschung fortzusetzen.




