Johannisvorstadt neu entdeckt – ein Stadtquartier aus archäologischer Sicht
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Zwischen 2021 und 2022 fanden zwei Grabungskampagnen auf dem Parkplatz zwischen der der Johanniskirche und der Augustusburger Straße statt. Angefangen bei hochmittelalterlichen Strukturen über frühneuzeitliche Befunde bis hin zu gründerzeitlichen Fundamenten und Kellern ergab sich ein eindrucksvolles Bild der Nutzung des Areals über mehrere Jahrhunderte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die damit verbundenen Zerstörungen prägten das Stadtbild nachhaltig. Diese Veränderungen lassen sich auch an den ehemaligen Straßenzügen und der früheren Bebauung der Johannisvorstadt nachvollziehen. Die interessantesten Strukturen und Funde, die sich während der archäologischen Tätigkeiten nachweisen ließen, werden von den Grabungsverantwortlichen vorgestellt.
Rückblick
Am 16. April hielten Nicole Eichhorn und Peter Hiptmair vor über 55 Teilnehmenden einen Vortrag im smac zu den Ausgrabungen in der ehemaligen Johannisvorstadt. Bei der gemeinsamen Veranstaltung des Chemnitzer Geschichtsvereins und der Freunde des smac wurden die Ausgrabungen, die zwischen 2021 und 2022 durchgeführt wurden, bildreich mit den verschiedensten archäologischen Funden und ausgegrabenen Kellerräume vorgestellt. Der Goldene Anker, die Mikwe und der Sowjetpavillon wurden als besondere Höhepunkte hervorgehoben. Aus dem Podium gab es viele verschiedene Anfragen z.B. nach einem Vortrag zur Johannisvorstadt im CGV oder zur Vorstellung von Fundstücken (ausgegraben, ausgestellt) aber auch Hinweise z.B. zum Chemnitzer Roland, in dem in verschiedenen Heften zum Thema publiziert wurden. Eine weitere Veranstaltung zum Thema Mikwe findet am 21. April im Schloßbergmuseum statt. (Klaus Reichmann)




