Chemnitzer Geschichtsverein e.V. 1990
 

Willkommen auf unserer Webseite

Wir freuen uns, dass Sie den Weg auf unsere Seiten gefunden haben. Wir möchten Ihnen unsere Projekte und Arbeitsgruppen näher vorstellen und Sie über unsere Angebote und Veranstaltungen informieren. Des weiteren möchten wir Ihnen einen Überblick über unsere Publikationen und deren Bezugsmöglichkeiten geben. Vielleicht haben wir ja Ihr Interesse geweckt und Sie möchten noch mehr über uns erfahren. Bitte kontaktieren Sie uns.

Nächste Termine

Februar

Donnerstag, 20.2.2020, 18 Uhr
Vortrag: „Der Kapp-Lüttwitz-Putsch. Ereignis, Personen, Wahrnehmung“
Dr. Hendrik Thoß, TU Chemnitz
Vortragssaal der Volksbank Chemnitz (4. Stock), Innere Klosterstr. 15, 09111 Chemnitz

Am 13. März jährt sich zum 100. Mal der Kapp-Lüttwitz-Putsch, in dem Reichswehr- und Freikorps-Einheiten die gewählte Reichsregierung absetzen wollten. Nachdem die Regierung nach Süddeutschland geflohen war, brach der Putsch jedoch nach wenigen Tagen zusammen, weil ein Generalstreik das Land weitgehend lahmlegte und auch große Teile der Beamtenschaft den Putschisten die Mitarbeit verweigerte. Der Vortrag beleuchtet den Forschungsstand zu diesem singulären Ereignis in der deutschen Geschichte.



Zum Tod von Wolfgang Bausch

Am 9.Dezember 2019 (wenige Tage vor seinem 85. Geburtstag) verstarb unser Ehrenmitglied Bausch. Als Mitbegründer des neuen Chemnitzer Geschichtsvereins (1990) und Autor vieler historischer Beiträge zur Stadtgeschichte hat er sich einen beachteten und anerkannten Ruf als Historiker der Stadt erarbeitet. Seine gesellschaftlichen Aktivitäten äußerten sich in der Mitarbeit bei vielen Publikationen zur Stadtgeschichte und im Vortragswesen der unterschiedlichsten Vereine und Organisationen. Nachdem er seit 2015 im Altenpflegeheim des ASB "am Goetheplatz" seine letzte Wohnung hatte, beteiligte er sich sehr aktiv an den Recherchen zum Vorgänger des aktuellen Heimes: der "Zimmermannschen Naturheilanstalt". Unter seiner Konzeption ist eine umfangreiche Dokumentation des Objektes bis zur Gegenwart entstanden. Darüber hinaus hielt er für die Heimbewohner Vorträge zur Stadtgeschichte und verfasste für die monatlichen Heiminformationen interessante Beiträge.


Trotz schwerer gesundheitlicher Probleme war er bis zu seinem Ableben politisch und gesellschaftlich interessiert und engagiert. Unvergessen sind ebenfalls seine umfangreichen Recherchen zur Geschichte der Chemnitzer Luftfahrt, die in vielen Artikeln der Presse wiedergegeben wurden. Erst im Herbst übergab er dem Chemnitzer Geschichtsverein zwei Aufsätze zur Rolle Chemnitzer jüdischer Frontsoldaten während des Ersten Weltkrieges und zur Rolle eines Zwangsarbeitslagers an der Blankenauer Straße nach 1945.

Wir verlieren mit Wolfgang Bausch einen Kenner der Chemnitzer Stadtgeschichte und bedeutendes Vereinsmitglied. Er wird uns fehlen.

Jürgen Eichhorn

 




Rückschau

Vorstellung des neuen 81. Jahrbuches des Geschichtsvereins zum Thema Migration:

"Wahlheimat Chemnitz - Migration als historisches Phänomen"

 



Am Dienstag, 17. September 2019, wird ab 17 Uhr im Foyer des Museums für Archäologie Chemnitz, Stefan-Heym-Platz 1 das neue Jahrbuch des Geschichtsvereins zumThema Migration vorgestellt. Herausgeber ist der Chemnitzer Geschichtsverein e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Chemnitz. Mit kurzen Redebeiträgen und Lesungen bekommen die Gäste einen kleinen Einblick in den Inhalt des Werkes. Wir freuen uns auf viele interessierte Gäste!


 

Führungen und Vortrag zu Ausgrabungen in der Innenstadt

Am 15.07.2019 hatten wir die Gelegenheit zu einer Führung über das Ausgrabungsfeld am Getreidemarkt/ Ecke Lohstraße. Sachkundige Begleiter hierfür waren Dr. Christiane Hemker, Referatsleiterin am Landesamt für Archäologie und Petra Schug M.A., vom Landesamt für Archäologie. Sie führten uns über das ca. 5.000m² große Grabungsfeld und erläuterten auch den einen oder anderen Fund. Diese Ausgrabungen haben nicht nur Schutt von zerstörten Häusern aus dem 2. Weltkrieg zu Tage gefördert, sondern Erkenntnisse und Befunde aus der Anfangszeit der Stadtgründung ergeben. Einen kleinen Einblick geben die Fotos, die bei der Führung entstanden sind.
Weitere, abschließende Führungen zum Grabungsfeld werden am 20.08.2019 10 und 15 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist wieder am Bauzauntor Ecke Lohstraße/Kirchgässchen. Bitte an festes Schuhwerk denken!
Ergänzt werden diese Führungen durch eine gemeinsame   Veranstaltung mit dem smac mit dem Vortrag: „Erste Ergebnisse der neuen Ausgrabungen im Stadtkern von Chemnitz“ mit Susanne Schöne M.A., Petra Schug M.A., Landesamt für ArchäologieDonnerstag, am 12.09.2019, 18 Uhr. Wir freuen uns über viele interessierte Gäste!


Zum Tod von Wolfgang Weidlich

Am 7. Juni diesen Jahres verstarb unser Ehrenmitglied Herr Wolfgang Weidlich.Sein Name ist mit unserem Verein fast seit dessen Neugründung verbunden, vor allem der nach ihm benannte Preis für Nachwuchshistoriker entfaltete große Außenwirkung.

Geboren wurde Wolfgang Weidlicham 22.Juli 1928 in Chemnitz, hier verbrachte er Kindheit und Jugend. Nach Kriegsende absolvierte er in Leipzig und Berlin eine Ausbildung zum Buchhändler, anschließend übernahm er 21jährig die Leitung einer Buchhandlung in der Stadt Frankenberg. 1951 verlegte er seinen Wohnsitz nach Frankfurt am Main.

Nach Arbeit im Buchhandel wagte er 1954 den Schritt in die Selbständigkeit, in dem er einen Verlag und Antiquariat aufbaute, dabei erhielt er tatkräftige Unterstützung von seiner Gattin Brigitte.

1989 führte ihn sein Weg zurück in die alte Heimat, aber nicht um nur zu schauen, sondern die gesellschaftlichen Veränderungen aktiv zu unterstützen. 1992 gründete er den Verein „Stadtbibliothek Chemnitz“. 1994 wurde er Mitglied im Chemnitzer Geschichtsverein.1995 stellte Herr Wolfgang Weidlich erstmals dem Geschichtsverein einen Geldbetrag für Arbeiten von Schülern und Studenten zur Geschichte von Chemnitz und Umgebung zur Verfügung. Somit war es möglich, Schüler und Studenten für die Erforschung der Chemnitzer Geschichte zu begeistern. Der mit seinem Namen verbundene Preis konnte von 1996 bis 2017 zehnmal vergeben werden.

Wir werden Herrn Wolfgang Weidlich in ehrendem Gedenken behalten. Sein langfristiges bürgerschaftliches Engagement ist auch für die Zukunft vorbildhaft.


Wolfgang Weidlich 2015 bei der Verleihung des nach ihm benannten Preises im Rathaus

 


Sommerfest 2019 in Altendorf mit einigen Bildimpressionen

Eine erfolgreiche und sehr angenehme Veranstaltung fand am 16.06.2019 statt - unser 27. Sommerfest. Dieses mal hatte wir uns Altendorf auserkoren. Start war vor der Blindenschule, danach folgten sehr schöne Ausführungen zur Geschichte und Architektur des Geländes in der Kirche der Blindenschule. Ca. 100 interessierte Zuhörer verfolgten die Ausführungen von Martina Wutzler (Architektin und Gästeführerin) und Michael Theiss (Schulleiter der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Förderzentrum Chemnitz). Das folgende Kaffeetrinken wurde von Auszubildenden des Co-Werkes hervorragend unterstützt. Kurze Beiträge u.a. von Frieder Jentsch rundeten diesen Tagesordnungspunkt ab. Die folgende Wanderung von der Blindeneinrichtung in Richtung Matthäuskirche wurde von verschiedenen Mitgliedern des Geschichtsvereins inhaltlich unterstützt und gestaltet (Andrea Kramarczyk, Martina Wutzler, Frieder Jentsch, Regina Doerffel, Karin Meisel). Nach einer kleinen Stärkung konnten wir auch in diesem Jahr einem wunderbaren Konzert des Convivium Musicum Chemnicense lauschen. Vielen Dank an alle Beteiligten!

 


Wolfgang Uhlmann mit Eintrag ins Goldene Buch geehrt

Der langjährige Vorsitzende des Chemnitzer Geschichtsvereins, Dr. Wolfgang Uhlmann, wurde am Gründonnerstag mit der Eintragung im Goldenen Buch der Stadt geehrt. Die Ehrung wurde anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins im Stadtverordneten-saal durch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig vorgenommen. Sie würdigte den Jubilar als besten Kenner der Chemnitzer Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, der sein Wissen immer in den Dienst der Chemnitzerinnen und Chemnitzer gestellt habe.

Foto: Karin Meisel

Wolfgang Uhlmann wurde 1938 in Dresden geboren, absolvierte von 1962-67 ein Lehrerstudium für Geschichte und Deutsch und arbeitet anschließend bis 1991 u.a. an der TH/ TU Karl-Marx-Stadt. 1988 erfolgte die Promotion zum Dr. phil. an der Pädagogischen Hochschule in Dresden. Von 1991-2003 beteiligte er sich maßgeblich am Aufbau des Sächsischen Industriemuseums in Chemnitz. Er stellte in über 400 Aufsätzen seine Erkenntnisse zu Biografien herausragenden Chemnitzer Persönlichkeiten und seinen Forschungen zur Industrie- und Stadtgeschichte zur Verfügung.

 Außerdem wurde in der Mitgliederversammlung der Vorstand des Vereins neugewählt. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Jens Beutmann, zu Stellvertretenden Vorsitzenden Ullrich Rasche und Klaus Reichmann gewählt. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt ab sofort Regina Hähle. Der Chemnitzer Geschichtsverein wurde 1990 neu gegründet (übrigens auch im Stadtverordnetensaal) und widmet sich der Erforschung und Vermittlung der Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile. Der Verein möchte künftig durch neue Veranstaltungsformate und mehr digitale Präsenz neue Interessenten ansprechen, wie Beutmann in seiner Rede mitteilte. Generell nehme das Interesse an der Chemnitzer Stadtgeschichte aber zu.


Unsere Geschäftsstelle ist nur noch am Dienstag besetzt.

Der Veranstaltungskalender für 2020 ist online siehe Termine...